

Bei einigen Klettercaches geht es dem Seil ganz schön an den Kragen. Da zum einen unser Leben daran hängt und es zum anderen ja auch ein paar Euro kostet, ist es ratsam einen Seilschoner zu verwenden.
Auf dem Markt sind verschiedene Modelle erhältlich. Ich habe mir mal einige davon angeschaut und möchte hier kurz über meine Erfahrungen berichten. Natürlich kann ich keinen professionellen Test abliefern, denn ich habe keine Möglichkeit die Dinger genormt zu belasten. Mein “Gefühl” muss also in diesem Fall ausreichen.

Von oben nach unten:
1. Feuerwehrschlauch
Über Freunde und Bekannte hat man immer die Möglichkeit an einen ausgemusterten Feuerwehrschlauch zu gelangen. Zur Not kann man einen in einem Auktionshaus seiner Wahl erstehen. Die Dicke des Materials ist unverwüstlich. Einziger Nachteil in unmodifizierter Form ist das komplizierte Anbringen. Um das Seil da durchzutüddeln sind schon 4 Hände gefordert. Wenn man ihn jedoch auftrennt und eine Verschlussmöglichkeit anbringt (Druckknöpfe, Klett, etc.) dürfte es kaum einen Seilschoner geben, der ihm das Wasser reichen kann.
Preis: ab 0 Euro
2. Blacksafe Seilschutz
Der Blacksafe Seilschutz besteht aus einem doppellagigem Bannergewebe das mit Klett geschlossen werden kann. Dieses Modell hat bei uns schon einiges aushalten müssen und sich dabei gar nicht schlecht geschlagen. Die Verarbeitung und das Material machen einen guten, stabilen Eindruck.
Preis: 14,09 Euro (Kletter-Spezial-Laden)
3. Edelrid PROTECTOR I Seilschutz
Der Name macht ja schon einiges her! Leider ist es damit auch schon getan! Einlagiges, sehr dünnes Bannermaterial – hier ist nicht viel Schutz zu erwarten. Das aufwändig platzierte Edelrid-Logo und der mitgelieferte Karabiner werden den größten Teil der Herstellungskosten gefressen haben. In meinem kleinen “Test” schneidet das dolle Ding eindeutig als schlechtester “Seilschutz” ab. Ich denke von Schutz kann hier gar nicht die Rede sein. Von einem der führenden Hersteller was Kletterbedarf angeht dürfte man viel mehr erwarten. Dieses Modell hat mich wirklich enttäuscht!
Preis: 13,98 Euro (Kletter-Spezial-Laden)
4. Camp Seilschoner
Der Camp Seilschoner wird aus recht festem Bannermaterial gefertigt. Nicht so stabil wie das Modell der Fa. Blacksafe, doch macht auch er keinen schlechten Eindruck. Ein gutes Mittelklassemodell. Der Golf quasi, wenn man den Feuerwehrschlauch als S-Klasse bezeichnen möchte.
Preis: 9,95 Euro (Globetrotter)
In diesem Fall hat die Eigenbauvariante eindeutig die Nase vorn! Feuerwehrschlauch gibts am laufenden Meter für einen maximal kleinen Euro. Die Modifizierung kostet auch nicht die Welt. Ich werde mir eine Version mit Druckknöpfen basteln und mal schauen wir er sich in der Praxis verhält. Wer nicht basteln möchte, ist meiner Ansicht nach bei dem Blacksafe-Schoner gut aufgehoben.
Welchen Seilschutz verwendet ihr? Womit habt ihr gute/schlechte Erfahrungen gemacht? Empfehlungen?
6 Kommentare zu “Der Seilschoner – Ein kleiner Vergleich”
Dein Kommentar




29. Mai 2010 um 14:42
Ich habe auf einem LP eine Halle mit ca. 500m altem Feuerwehrschlauch entdeckt und mich kräftig bedient.
Der Schlauch ist sehr steif und ich kann mir nicht vorstellen, dass da war kaputt gehen kann.
Nur das Anbringen kann zum Problem werden und ist allein meist nicht zu schaffen.
Alles andere hab ich noch nicht probiert.
Grüße
Klecka
29. Mai 2010 um 20:09
Hey, super Idee! Ich habe einen von Globetrotter, werde mich aber nun auch mal nach einem Feuerwehrschlauch umsehen.
Grüße
do1000
30. Mai 2010 um 15:41
Ich habe immer billige Fußabtreter-Matten aus dem Ikea im Auto. Eine Davon ist immer auch zusammengefaltet im Kletterrucksack dabei.
An vielen Stellen (Abseilen über Kante) hat es sich als im Handling simpler erwiesen, einen Seilschutz zu benutzen, der tendenziell eher an der Struktur festhängt als am Seil, zumal wenn der Einbindepunkt mehr als nur 1-2 Meter von der Kante entfernt ist, also noch ordentlich Dehnung aus dem Seil kommt während der Belastung. Reepschnur an der Fußmattenecke schadet natürlich gegen’s Verlieren nicht. Aber Fixieren “im Lastwechselmoment” geht einfacher, wenn einfach ein Mitcacher den Fuß draufstellt…
3. Juni 2010 um 08:46
Hallo alle zusammen,
die sache mit dem Feuerwehrschlauch ist schon eine gute Möglichkeit.
Ich selber habe nicht so viel zeit und Gedult zum basteln, also habe ich mir den Blacksafe Schoner geholt. Ist schon wirklich ein gutes Ding im vergleich zu den anderen (hab mit Freunden beim cachen verglichen).
Feuerwehrschlauch ist bei der örtlichen Feuerwehr schwer zu bekommen, weil die defekte Stellen rausschneiden und den Schlauch dann gekürzt weiter verwenden.
@-jha-
Ein Seilschoner kann auch immer an der Strucktur angebracht werden. Er muss nicht zwangsläufig am Seil hängen.
Gruss
Wizard
25. Oktober 2011 um 10:53
Hallo
Wie soll den der Perfekte Seilschoner sein ?
Ich habe hier ein haufen LkW Plane ne Nähmaschine….
also er solte sicher erwas Dicker (gefüttert oder änliches) sein.
Mit Klettverschluss? Wie Lang? Mit einer Schlaufe für einen Karabiener? Sonst noch was? Wie hättes du Ihn gern?
gruss
25. Oktober 2011 um 19:26
@Fleck
Ich habe den für mich perfekten Seilschoner bereits gefunden. Es ist ein modifizierter Feuerwehrschlauch. Siehe auch hier: http://www.dosensucher.de/feuerwehrschlauch-modifiziert-als-seilschutz/