

Aug
26
Die meisten Geocacher üben ihr Hobby in Mutter Natur aus, so sind sie natürlich um deren Erhalt bemüht. Genau bis hier hat dieser Artikel etwas mit unserem schönen Hobby zu tun. Heute war ich mal nicht auf Dosensuche, sondern testete für unsere Heimatzeitung das E-Mobil der Stadtwerke Iserlohn!

Da ist das Schmuckstück!
Das Elektro-Mobil wurde auf Basis des Lifestyleflitzers Fiat 500 gebaut. Für seine 20PS geht er erstaunlich flott nach vorne! Die Höchstgeschwindigkeit von 110km/h ist für Innerorts, sowie Überlandfahrten mehr als ausreichend. Auf der Autobahn bleibt man aber besser auf der rechten Spur!
Mit einer Akkuladung schafft der Fiat eine Reichweite von ca. 140km; zum Auftanken gehts es dann für gute 3 Stunden an die Steckdose. Was jedem Fahrer eines Fahrzeugs mit Verbrennungsmotor die Tränen in die Augen treibt – je 100km hat der Kleine “Kraftstoffkosten” von ca. 1 Euro! Wo wir gerade bei Tränen sind, der Anschaffungspreis liegt bei €45.000!
Schauen wir mal genauer hin…

Unter Der Haube sieht es nicht viel anders aus als bei jedem anderen Auto auch. Die Kunststoffabdeckung verhindert den Blick aufs Aggregat. ich war zwar neugierig, konnte mich aber gerade noch bremsen hier nichts zu zerlegen.

Auch der Innenraum dürfte sich vom Serienmodell nicht groß abheben. Die Tankanzeige liefert statt Kraftstoffinhalt des Tanks die Information der Akkukapazität. Der Schaltknauf hat nur 2 Richtungen – vor und zurück!
Ich hatte den Fiat500 bisher nicht von Innen gesehen, hatte das Interieur aber hochwertiger erwartet.

Der Kofferraum bietet auf den ersten Blick auch nichts besonderes…

… schaut man jedoch unter die Abdeckung, findet man kein Reserverad sondern die gut verpackten Akkuzellen.

Hier liegt auch der Hase im Pfeffer, warum der Wagen eine relativ geringe Reichweite hat. Bei anderen Herstellern ist kaum Kofferraum übrig. Hier kann der T5-Cacher sogar noch die Kletterausrüstung unterbringen.
Beim Blick auf das Heck entdeckte ich dann auch, dass ein Hobbykollege den Wagen schon in den Fingern hatte…
(Liebe Grüße an Olli
)

Mein Fazit:
Ich habe mich sehr auf den Test gefreut und es hat mir richtig Spass gemacht den Flitzer zu fahren. Durch das fehlende Motorgeräusch ist es doch recht ungewohnt, zumindest so lange man steht. Im Fahrbetrieb reicht das Abrollgeräusch der Reifen um die gewohnte Kulisse herzustellen. Der Elektromotor zieht gut durch! Einzig am Berg tut er sich doch etwas schwer. 110km/h sind für die Autobahn auch nicht wirklich ausreichend.
Für mich ist diese Technik noch nicht alltagstauglich. Der Anschaffungspreis würde bei einer Serienfertigung sicherlich ordentlich sinken, jedoch ist die Reichweite und die Höchstgeschwindigkeit indiskutabel. V-max. von ca. 140km/h müsste schon sein, damit man gefahrlos eine Autobahn befahren kann. Eine Rechweite um die 300km wäre wünschenswert.
Als Zweitwagen macht das Ökomobil jedoch sicherlich eine richtig gute Figur! In jedem Fall ist das Elektrokonzept ein Schritt in die richtige Richtung.
Vielen Dank an den Iserlohner Kreisanzeiger und den Stadtwerken Iserlohn für den spaßigen Nachmittag!
Ein Kommentar zu “Der Öko-Checker!”
Dein Kommentar




27. August 2010 um 05:47
>Auf der Autobahn bleibt man aber besser auf der rechten Spur!
leider werden das viele nicht beherzigen, wenn das Teil mal in Serie gehen sollte. Schon bei seinen benzinbetriebenen Verwandten beachten viele Fahrer den Grundsatz nicht, dass der Feind auf der Autobahn von hinten kommt. Kommt er von Vorne, dann wirds im Radio gemeldet. Dementsprechend bemerken viele Fahrer dieser “Flitzer” nicht, wenn von hinten ein deutlich schnelleres Fahrzeug (>140km/h) angefahren kommt und müssen den einen LKW dann doch noch überholen… sowas ist in der Tat nur gefährlich.
>V-max. von ca. 140km/h müsste schon sein, damit man gefahrlos eine Autobahn befahren kann.
Nicht falsch verstehen, ich bin sehr dafür, dass insbesondere für den städtischen Verkehr mehr Elektrofahrzeuge zum Einsatz kommen. Die Industrie hätte schon erheblich früher in die Entwicklung gehen müssen, dann wären wir heute diesbezüglich auch schon einen großen Schritt weiter.
Ich fürchte aber auch, dass mein Leben durch die Unachtsamkeit anderer noch häufiger gefährdet wird, wenn die Entwicklung so aussieht, wie dieses Modell…